Schule
Die Abteilung Kultur der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, Sachgebiet Gedenkarbeit bietet für Schulklassen der Oberstufe kostenfreie Gedenkstättenführungen und Projekttage an.
Das Angebot der Lehrpfade ist ebenfalls für ein junges Publikum geeignet, da es Gaming Elemente mit Wissensinhalten verbindet.
Führung KZ-Gedenkort Waldbau
Die Führung zum KZ-Gedenkort Waldbau ist für Schulklassen interaktiv aufgebaut. Neben der Suche nach archäologischen Spuren anhand von Kartenmaterial erhalten die Schülerinnen und Schüler Informationen zum System der Konzentrationslager über das Lesen von Biografien, das Betrachten von Arbeitsstatistiken, Fundstücken und das Hören von Zeitzeugenberichten.
Die Führung vermittelt Einblick in das System der Konzentrationslager und der Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus. Gleichzeitig befördert der Rundgang über den KZ-Gedenkort das Verständnis dafür, dass die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit des Nationalsozialismus Teil der Neubrandenburger Stadtgeschichte ist.
Praktische Informationen:
- Dauer: 90 min
- Ort: Außengelände des KZ-Gedenkortes Waldbau
- Klassenstufe: ab 9. Klasse
- Eintritt: kostenfrei
Anreise:
Der Gedenkort ist über den ÖPNV und Wanderwege zu erreichen. Die nächstgelegene Bushaltestelle ist die „Deutsche Rentenversicherung“, Linie 2. Von dort sind es ca. 30 bis 40 Minuten Fußweg über Waldwege. Der Wanderweg ist über ein rosa Wanderzeichen gekennzeichnet.
Wichtige Hinweise:
- Der Gedenkort liegt in einem Sperrgebiet und ist ausschließlich im Rahmen von Führungen zugänglich.
- Der Gedenkort ist nicht barrierefrei. Die Waldwege sind uneben.
- Festes Schuhwerk, lange Hosen sowie Mücken- und Zeckenabwehr werden empfohlen.
- Bei hoher Waldbrandgefahr, Sturm und extremen Wetterereignissen können Führungen aufgrund der allgemeinen Gefahrensituation nicht stattfinden.
Führung Mahn- und Gedenkstätte Fünfeichen
Die Führung zur Mahn- und Gedenkstätte Fünfeichen ist interaktiv aufgebaut. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit einem Zeitstrahl, beschäftigen sich mit Fotografien aus dem Lageralltag und hören Biografien aus dem Alltag des Kriegsgefangenenlagers.
Die Führung für Schulklassen legt den historischen Schwerpunkt auf der Nutzung als Kriegsgefangenenlager (1939 – 1945). Sie ermöglicht es Schülerinnen und Schülern die Ungleichbehandlung von Menschen aufgrund der nationalsozialistischen Rassenideologie und deren Folgen zu verstehen.
Die Nachnutzung als NKWD-Speziallager (1945 – 1948) wird in der Führung für Schulklassen weniger umfangreich thematisiert, kann nach individueller Absprache, jedoch auch ein stärkeres Gewicht erhalten.
Praktische Informationen:
- Dauer: 90 min
- Ort: Außengelände der Mahn- und Gedenkstätte Fünfeichen
- Klassenstufe: ab 9. Klasse
- Eintritt: kostenfrei
Anreise:
Die Gedenkstätte ist über den ÖPNV zu erreichen. Die nächstgelegene Bushaltestelle ist „Fünfeichen (Neubau)“, Linie 6. Von dort ist es ca. 1 Kilometer Fußweg. Der Weg ist ausgeschildert. Alternativ gibt es einen Waldwanderweg, welcher ab dem Schullandheim Hinterste Mühle startet und bis zur Gedenkstätte führt.
Projekt „Wir erzählen Geschichte“
Die Schülerinnen und Schüler produzieren einen Radiobeitrag zu einem geschichtlichen Thema des Nationalsozialismus für den offenen Kanal Neubrandenburg.
Der Studientag ist interaktiv aufgebaut. Im ersten Teil setzen sich die Schülerinnen und Schüler inhaltlich mit dem Nationalsozialismus in Neubrandenburg auseinander. Als Schwerpunkt für den Studientag kann gewählt werden: Jüdisches Leben in Neubrandenburg, Lager in Fünfeichen oder KZ-Außenlager Neubrandenburg. Die Geschichte erschließt sich den Schülerinnen und Schülern über einen Besuch der zugehörigen Gedenkorte und durch biografisches Material.
Im zweiten Teil produzieren die Jugendlichen einen Radiobeitrag zur Erinnerung. Sie sprechen dabei aus selbstgewählten Rollen über die Geschichte. Auf Wunsch kann der entstehende Audiobeitrag über eine Kooperation mit dem Mediatop Neubrandenburg im offenen Kanal ausgestrahlt werden.
Der Studientag ermöglicht den Jugendlichen eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Verfolgungsgeschichte des Nationalsozialismus, da Wissensinhalte nicht nur gehört, sondern in einer eigenen Sprache für ein öffentliches Publikum aufbereitet werden.
Praktische Informationen:
- Dauer: 2 – 3 Tage
- Orte: Außengelände und Schule
- Klassenstufe: ab 9. Klasse
- Kosten: Kostenfrei
Projekt „Erinnern mit Kunst“
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten künstlerisch zu einem geschichtlichen Thema des Nationalsozialismus und präsentieren ihre Ergebnisse öffentlich.
Der Studientag ist interaktiv aufgebaut. Im ersten Teil setzen sich die Schülerinnen und Schüler inhaltlich mit dem Nationalsozialismus in Neubrandenburg auseinander. Als Schwerpunkt für den Studientag kann gewählt werden: Lager in Fünfeichen oder KZ-Außenlager Neubrandenburg. Die Inhalte erschließen sich den Schülerinnen und Schülern über einen Besuch des zugehörigen Gedenkortes und durch biografisches Material.
Im zweiten Teil produzieren die Jugendlichen künstlerische Beiträge zur Erinnerung. Als Format kann zwischen Land Art und Art Journaling gewählt werden. Begleitet wird die kreative Arbeit durch eine Kunstpädagogin. Auf Wunsch können die entstehenden Arbeiten öffentlich als Ausstellung präsentiert werden.
Der Studientag ermöglicht den Jugendlichen eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Verfolgung während des Nationalsozialismus, da Wissensinhalte nicht nur gehört, sondern in einer eigenen Form für ein öffentliches Publikum aufbereitet werden.
Praktische Informationen:
- Dauer: 3 Tage
- Orte: Außengelände und Schule
- Klassenstufe: ab 9. Klasse
- Kosten: kostenfrei dank einer Förderung durch das Land M-V
Hinweis: Aufgrund der Einbindung von externem Fachpersonal ist ein Planungsvorlauf von rund 6 Monaten notwendig. Kurzfristige Anfragen können mitunter nicht berücksichtigt werden.
Projekt „Klingende Erinnerung“
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten musikalisch zu einem geschichtlichen Thema des Nationalsozialismus und präsentieren ihre Ergebnisse öffentlich.
Der Studientag ist interaktiv aufgebaut. Im ersten Teil setzen sich die Schülerinnen und Schüler inhaltlich mit dem Nationalsozialismus in Neubrandenburg auseinander. Als Schwerpunkt für den Studientag kann gewählt werden: Lager in Fünfeichen oder KZ-Außenlager Neubrandenburg. Die Inhalte erschließt sich den Schülerinnen und Schülern über einen Besuch des zugehörigen Gedenkortes und durch biografisches Material.
Im zweiten Teil produzieren die Jugendlichen einen musikalischen Beitrag zur Erinnerung, indem mit selbstgebauten Instrumenten klangliche Bilder entstehen. Begleitet wird die Arbeit durch einen Musikpädagogen. Im Idealfall entsteht zum Ende des Projekts eine Aufführung im schulischen Rahmen.
Der Studientag ermöglicht den Jugendlichen eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Verfolgung während des Nationalsozialismus, da Wissensinhalte nicht nur gehört, sondern in einer künstlerischen Form für ein Publikum aufbereitet werden.
Praktische Informationen:
- Dauer: 4 - 5 Tage
- Orte: Außengelände und Schule
- Klassenstufe: ab 9. Klasse
- Kosten: gefördert durch das Land M-V
Hinweis: Aufgrund der Einbindung von externem Fachpersonal ist ein Planungsvorlauf von mindestens 6 Monaten notwendig. Kurzfristige Anfragen können nicht berücksichtigt werden. Aufgrund der hohen Auslastung des Musikpädagogen kann das Format nicht in der Woche vor den Sommerferien angeboten werden.